"El gordo" - ein Arocs 8x8 Kipper

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    • "El gordo" - ein Arocs 8x8 Kipper

      Guten Abend zusammen!

      Zwar lese ich meist eher still mit und erfreue mich an den vielen schönen Modellen, die hier im Forum gezeigt werden, aber dann und wann soll man ja auch noch etwas beitragen. Deshalb starte ich hier einen weiteren Baubericht - ja, ich weiss; es ist noch ein Arocs, ... dann auch noch ein Kipper (welch eine Überraschung). :whistling:
      Nichtsdestotrotz werden im Forum gerne Bilder geschaut und vielleicht ergibt sich auch für den einen oder anderen Mitleser eine Inspiration. Ich für meinen Teil finde es immer sehr anregend, die teils mit grosser Sorgfalt gemachten Bauberichte zu verfolgen.

      Wie es aus der Überschrift hervorgeht, soll es ein 8x8 Kipper werden. Das Führerhaus stammt aus dem Tamiya-Bausatz der Sattelzugmaschine, das Fahrwerk kommt von Pawa und es können alle vier Achsen gesperrt werden. Die Kippmulde ist der Sandmaster 430 von Servonaut. - Ich muss gestehen, dass ich mir vor dem Beginn nicht ganz so genau überlegt habe, ob alles zusammenpasst und es wurden dann doch einige Anpassungen fällig...

      Aber jetzt sollen erst einmal einige Bilder folgen, die den Ausgangszustand zeigen.

      Das Fahrwerk:








      Die Kippmulde:







      Übrigens: "El gordo" ist aus dem Spanischen entlehnt und bedeutet, "der Dicke"...

      Viele Grüsse,
      Michael
    • Hallo Michael,
      schönes Projekt. Aber...

      kann es sein daß die Pendelei zu weit hinten gebaut ist. Da müssen ja auch noch Kotflügel und Beleuchtungsträger ran.
      Die Pendelei solltest Du auch noch optimieren. Stoßdämpfer ganz weg, und die Umlenkhebel mit Kugelköpfen versehen.
      Dann wird die Pendelei auch richtig beweglich.

      Viel Spass noch,
      Gruß Holger
    • Ahoi Holger

      Danke! - Du hast Recht, die Pendelei ist etwas weit hinten verbaut; war leider schon so und der Platz ist zu knapp für die Befestigung der Kotflügel und des Beleuchtungsträgers. Ausserdem ist das Bild mit der Kippmulde nicht stimmig, wenn der Hilfsrahmen hinten bündig mit dem Hauptrahmen ausgerichtet wird. - Ich habe aber einen Heckabschluss mit Beleuchtung gefunden, der Winkelprofile dabei hat, der eine Verlängerung des Rahmens erlauben. Dann passt es.

      Ich hatte ein Foto gemacht; aber das ist irgendwo im Datendschungel untergetaucht...

      Die originalen "Stossdämpfer" sind ja eigentlich Federn, aber da sie in der vorliegenden Konstruktion auch die Funktion haben, den Weg zu begrenzen, habe ich sie durch die Öl-Varianten ersetzt, die tatsächlich den Namen Stossdämpfer einigermassen verdienen. Wenn die Stossdämpfer nicht sind, dann kann es vorkommen, dass die Achsen sich so weit bewegen, dass die Kardanwellen herausfallen. Da nehme ich die Beschränkung in Kauf.

      Den Tipp mit den Kugelköpfen nehme ich gerne auf. Muss mir aber noch überlegen, ob ich die bestehenden Umlenkhebel anpasse oder ob ich mir neue anfertige...
    • Am Rahmen kommen einige Anbauteile hin, die angefertigt oder angepasst werden wollen.

      Hatte spontan einen Tank gekauft, der mit "Würmchendruck" hergestellt wurde. Diesen habe ich an den Rahmen angepasst, indem ich ihn in der Mitte auseinandergetrennt und gekürzt habe. Die etwas klaffende Öffnung weist später zum Rahmen hin und bietet Platz für das Servo für die Sperrung der Hinterachsen.



    • Nachdem ich den Tank gespachtelt und geschliffen habe (habe das zuvor noch nicht versucht gehabt...), muss ich hier festhalten, dass ich all denjenigen meinen grössten :res zolle, die ihre Fahrerhäuser und sonstigen Anbauteile so gut hinbekommen, dass man keine Unregelmässigkeiten und Trennstellen mehr sieht und ausserdem die Oberfläche schön eben ist...

      So sieht der Tank nach dem Bearbeiten, Grundieren und Lackieren aus. Die Bänder sind aus Selbstklebefolie. - Ich weiss, das Ergebnis ist noch nicht perfekt, aber für den Moment okay.



    • Anschliessend folgten die Halterungen für die Servos der Differentialsperren.

      Eine Frage in die Runde: Habt ihr die Bowdenzüge der Differentialsperren eigentlich passend gekürzt oder in der originalen Länge belassen? Bin mir nicht sicher, ob ich mir die Fummelei antun will und das Risiko eingehen soll, das Drahtseil zu beschädigen, wenn ich den Mantel kürze...

      Variante 1: Montage im Hauptrahmen.



      Variante 2: Montage im Tank







      Viele Grüsse & allzeit freie Fahrt :rolleyes:

      Michael
    • Da am Heck eine Anhängerkupplung montiert werden sollte, musste eine neue, gekröpfte Hecktraverse angefertigt werden.

      Man nehme dazu Messingblech und bearbeite es mit der Bandsäge (sehr zur Freude der Kollegen in der Werkstatt... :top ), Feile und Bohrmaschine:





      Danach etwas Biegen und Messingprofil anlöten...








      Dann kam etwas Farbe drauf. Ja, man sieht in der Nahaufnahme teilweise noch einige kleinere Makel...


    • Schliesslich wurde die Anhängerkupplung montiert. Ein kleines Servo sorgt für die Bewegung des Bolzens. Die Anlenkung erfolgt sehr einfach, aber die Funktion ist gegeben... :D

      Das Servo wurde mit schwarzer Folie beklebt und stellenweise schwarz angepinselt, damit es nicht so stark auffällt.








      Dann wurden auch noch die Servos für die Differentialsperren im, resp. am Rahmen montiert. Beispielhaft soll eines gezeigt werden:









      Schliesslich fiel ein Teil der Mulde in den Farbtopf. Das habe ich bei uns um die Ecke in einem Fachbetrieb lackieren lassen. (Die können das im Gegensatz zu mir professionell und es sieht dann auch gut aus... :wech )





      Viele Grüsse und :night

      Michael
    • truckerfahrer wrote:

      Sehr gut gemacht weiter so :thumbsup:
      Danke vielmals!


      Trotz der Sommerhitze ging es beim Kipper etwas weiter und ich möchte euch nachfolgend ein paar Bilder vom Baufortschritt zeigen.


      Der Platz am Heck ist just ausgereizt, als ob jemand vorher abgemessen hätte. - Glück muss man haben... :kratz :kratz :kratz



      Mit der Kanalerweiterung werden die Servos für die Differentialsperren, die Verriegelung der Kupplung und der Regler für die Kippspindel gesteuert. Das ist ganz praktisch, so dass man weniger Kabel durch den Rahmen ziehen muss...

    • Hier noch ein Bild vom Servo für die vorderen Differentialsperren: Es ist ein Versuch, mit den Elementen aus den Lüsterklemmen die Kabel zu fixieren. Damit ich die Drähte nicht zu stark quetsche und womöglich verletze, habe ich noch Aderendhülsen aufgefädelt, wo die Schrauben klemmen. Im Servohorn finden sich ebenfalls kleine Metallröhrchen, damit die Drähte nicht in den Kunststoff einschneiden. - Fingers crossed dass es hält. :D




      Da auch bei diesem Modell die Radumdrehungen mittels Hallsensoren gemessen werden sollen, wurden zwei Felgen mit Magneten ausgerüstet und die Sensoren vorbereitet und an den Achsschenkeln montiert.








      Das war's für den Moment!

      Viele Grüsse und gute Nacht!
      Michael
    • Guten Abend zusammen!

      Vielen Dank allen für die :thumbsup: !

      Nachfolgend wieder einige Bilder des Baufortschritts. Als erstes vom Armaturenbrett, das wieder ein Display verpasst bekommen hat, um die Drehzahl des Motors und der Räder anzuzeigen; analog zur Scania Zugmaschine (sachte hier klicken). Die linke Anzeige erhält das Signal, welches der Empfänger an den Fahrtregler weitergibt und wertet es in eine (fiktive) Drehzahl um, so dass bei "kein Gas" der Zeiger bei der 5 steht und bei "Vollgas" die Nadel zur 25 ausschlägt.

      Die Geschwindigkeit wird durch die Hallsensoren ermittelt: Der Wert der Anzeige wird dabei aus dem Mittelwert der Geschwindigkeit beider Räder errechnet. Falls es zu starken Abweichungen der beiden Sensoren oder zwischen Drehzahl und Geschwindigkeit kommt, wird in der Mitte das orange ESP Symbol eingeblendet.

      Oben in der Mitte befindet sich noch der km-Zähler, der die in der Realität zurückgelegte Strecke aufzeichnet und in den permanenten Speicher des Arduino Mikrocontrollers schreibt. Das heisst, dass der aktuelle Zählerstand auch nach dem Ausschalten und wieder Einschalten erhalten bleibt.







    • Weiter hat sich am Häuschen noch etwas getan: Es wurde bunt und mit Anbauteilen versehen. Es fehlen noch ein paar Dinge, aber man sieht schon, wie es einmal werden soll.

      An alle Lackexperten und Airbrush-Könner: Bitte nicht zu genau hinsehen, stellenweise gibt es noch einige Unschönheiten.

      Habe heute am Abend das verbliebene Tageslicht genutzt und mit tatkräftiger Unterstützung unserer Hausherrin draussen noch ein paar Aufnahmen gemacht... 8)

















      (Man beachte den prüfenden Blick im Hintergrund des oberen Blides... :whistling: )




      In der Front wurden zwei SMD LEDs eingesetzt. Als "Lampengläser" dienten zwei Kunststoff Stücke aus der Verpackung eines Gewindeschneiders; hatte keine CD-Hüllen zu Hand... :/ - Die Vorderseite der "Leuchten" wurde noch mit "orange klar" angepinselt. Die Lichteffekte übernimmt ein kleines Blinkmodul, das auch schon an anderer Stelle hier im Forum löblich erwähnt wurde... :rolleyes:









      Das wäre es für den Moment! Beste Grüsse und :night

      Michael
    • Ein Hallo in die Runde!

      Es geht weiter, peu à peu, wie man im frankophonen Teil sagen würde...

      Das Cockpit (hier ist schon der erste anglophone Ausdruck... ?( ) wurde noch etwas vervollständigt. Der Fahrer erhielt einen Sicherheitsgurt; sonst kriegt er bei der nächsten Verkehrskontrolle ordentlich Schelte! - Beim Stoffhänder des Vertrauens meiner Frau war leider der schmale Gummizug in schwarz ausverkauft, sodass ein Stück Trägerschnur (für die Tops) herhalten musste. Das trägt zwar etwas dick auf, aber das lässt sich verkraften. Der Rest wurde aus dünnen PS Platten zurechtgeschnitten, zusammengeklebt, angepinselt und mit Kontaktkleber auf dem Perserteppich, ... ähem, räusper, Filzteppich verklebt.









    • Die in der Schweiz immatrikulierten LKW haben in der Regel ein Gerät zur Erfassung der LSVA (Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe, aka LKW-Maut) fest in der Fahrerkabine installiert. Angeregt von Päde, der auch so etwas in seinen MAN einbauen möchte (siehe hier), habe ich die aktuelle Version des Geräts (emotaCH, siehe hier) versucht nachzuzeichnen. Die Konstruktion wurde mit Tinkercad gemacht. Die Abmessungen sind ungefähr massstabsgerecht, allerdings folgt die Kontur im oberen Bereich "nur" so ungefähr dem Original. Aber das ist auch so schon ordentlich filigran und zumindest für meine Ansprüche ausreichend detailliert.

      Für die Beleuchtung (Anzeige der unterschiedlichen Zustände) sind kleine SMD LEDs vorgesehen. Diese gibt es entweder zum selber löten (ja vorsichtig sein) oder konfortabel mit vorkonfektionierten Litzen / Drähten. Anschliessend muss noch etwas Farbe drauf und die Lichtöffnungen benötigen eine Abdeckung. Entweder schneidet man ein filigranes Stück transparenten Kunststoff zu oder man füllt die Hohlräume mit etwas 2-Komponenten Epoxidharz auf.

      Unten folgt eine Darstellung, wie das Modell in Tinkercad aussieht. Falls jemand das nachdrucken möchte, dann könnt ihr die STL-Datei hier herunterladen: LSVA-Gerät.
      Wäre toll, wenn sonst noch jemand Freude daran hat!




      Während des Drucks und anschliessend nachdem die nicht benötigten Zusätze (Brim) entfernt wurden...



















      Durch diese Öffnungen sollen dann die Anschlüsse für die LEDs herausgeführt werden können, hoffentlich... :wech






      :tschuess & gute Nacht!

      Grüsse,
      Michael
    • New

      Hallo zusammen! ?gua

      Danke, Geri! ^^

      So, wie früher bei den Point'n'Click Adventures (wer mag sich noch an Monkey Island 1 und 2, Sam & Max, Indiana Jones, etc. erinnern?) ging es weiter: Benutze Inneneinrichtung mit Kabine, Benutze Frontgrill mit Kabine mit Inneneinrichtung, ... - "Oh, das sind aber viele Kabel!" :D

      Aber, nachdem die Kabel gebändigt, die letzten falsch herum eingesteckten Kabel korrigiert und die Kabine auf dem Rahmen montiert wurde, konnte "El Gordo" zum ersten Mal ein wenig herumrollen!!! :well






      (Die Katze - übrigens nicht das Vorbild für den Truck - zeigt sich betont unbeeindruckt...)


      Die LSVA Anzeigen funktionieren auch:




      Anschliessend ging es kurz in den Park; dort befinden sich drei Erdhügel, die sich gut als Teststrecke eignen. Zwar ist der Truck kein Crawler, doch dank den Differentialsperren kraxelte er ganz gut den Berg hoch...













      Allzeit freie Fahrt und einen schönen Sonntag!

      Beste Grüsse,
      Michael
      :wech