O&K L201 Seilbagger

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    • O&K L201 Seilbagger

      Hallo zusammen,

      wegen Vorruhestand habe ich jetzt viel Zeit, daher kam noch ein weiteres Projekt auf die Werkbank. Der O&K L201 stammt aus Anfang der 1950er Jahre und war ein Seilbagger der 16/17 Tonnen Klasse, also gerade mal die Hälfte/bzw. ein Drittel der bisher gebauten Mencks.

      Angefangen habe ich mit dem Fahrwerk, eine Kastenkonstruktion aus Aluminium. Die Turasräder sitzen auf Halbwellen und werden über Schnecken angetrieben, die gegenüberliegende Achse dient wie beim Original dazu, die Kette zu spannen und ist dazu verschiebbar. Turas und Leitrad sind vom Asiatam T34, ebenso die Kette. Wegen derer Breite ist das auch der Typ L201. Die Fahrrollen sitzen wie beim Original in je zwei seitlichen Pendelträgern und können sich dem Boden anpassen. Die Kette hat wie das Original nur einen mittigen dreiecksförmigen Mitnehmer pro Platte.

      Genau wie beim Original hat der Bagger zwei unterschiedliche Ausladungen, d.h. der Drehkranz ist aus der Mitte etwas versetzt. Das hat man deshalb so gebaut, damit bei Betrieb mit Gittermast (Kran, Greifer, Schleppschaufel) die Standfläche verbessert ist, beim Hochl/Tieflöffel dagegen arbeitet der Bagger über dem kürzeren Fahrwerksteil. Als Drehkranz habe ich ein M1 Zahnrad mit 80 Zähnen genommen und werde zwischen diesem und der Drehbühne einen Kugelreigen einsetzen. Das Original hatte sogar noch die alte Ausführung mit offenen Rollen und Haltekrallen.















      viele Grüße

      Wolfgang

      youtube.com/user/Seilbagger1
    • L.H.. wrote:

      Wolfgan
      Da wird ja wieder ein Sahne stückle sag mal die kette ist die von einem Panzer.
      vom T34 Asiatam, Turasräder und Kettenbreite passen genau zum L201. Außen muss ich die natürlich noch etwas umarbeiten

      Allerdings habe ich die Leiträder vom T34 als Turas und als Leitrad genommen, das originale Treibrad vom T34 ist zu klein.

      2 Ketten kosten 59€, ich brauchte aber nur ca. 2/3 davon
      viele Grüße

      Wolfgang

      youtube.com/user/Seilbagger1
    • Super Wolfgang,

      ich habe mich schon immer gewundert, wie schnell du bist. ?( :rolleyes: Aber jetzt ist es ja klar.
      Kijra seine Frage, habe ich mir auch immer gestellt. 8)

      Mach weiter so es ist immer interessant. :thumbsup:
      Ach ja, bei welchem Shop holst du dir die Zahnräder wie hier?
      Gruß allen Tüftlern

      Holger

      IG Magdeburger RC. Truck-Modellbau

      www.magdeburger-truckmodellbau.de
    • Kijra wrote:

      Trotzdem 'ne Eichhörnchensammlerei bis man alles beisammen hat :res

      lg e
      die Sammlerei läuft meist schon lange Zeit im Voraus. Ich habe im November von einem Bekannten einen Karton erhalten mit 200 Seiten DIN-A4 Kopien. Da gehts nur um einen Weserhütte W12 mit allen Erklärungen, Teilzeichnungen, Ersatzteillisten und Wartungsplänen. Wird dann was für 2020/21 :)
      viele Grüße

      Wolfgang

      youtube.com/user/Seilbagger1
    • Hallo zusammen,

      inzwischen habe ich den Grundrahmen des Oberwagens soweit. Da dieser nur 15cm breit und 22cm lang ist, muss man sich natürlich überlegen, wie alles unter zu bringen ist. Auf die bisher verwendeten Rollenketten zum Antrieb der vorderen Doppeltrommel werde ich hier verzichten und die Trommel direkt auf die Motorwellen setzen. Das funktioniert aber nur, wenn man eine Art Schachtelmontage/-Demontage vorsieht. Einmal muss man jeweils an die Verschraubung der Getriebegehäuse an den Lagerträgern gelangen (werden z.T. durch die Trommel verdeckt) und zum Zweiten müssen die Trägerplatten einen möglichst schmalen Abstand zueinander haben. Der Träger an der Fahrerseite wird fest eingebaut, der gegenüberliegende muss demontierbar (seitlich abrückbar) sein. Mittig werde ich die Trommeln zusätzlich in einer schwimmenden Welle lagern. Der Antrieb ist zwar etwas aus der Mitte versetzt, was aber kein Problem ist. Zudem kann der Baggerfahrer ohne Amputation verwendet werden.

      Ein baugleicher Motortyp passt perfekt liegend als Drehantrieb zwischen die beiden Windenmotoren, damit bleibt dann für eine dritte Winde (Ausleger/Löffelkippen), die Elektrik und den Akku im Heck reichlich Platz.







      viele Grüße

      Wolfgang

      youtube.com/user/Seilbagger1
    • Hallo zusammen,

      als Seiltrommeln für die beiden Hauptwinden habe ich alte Aluhülsen genommen und mit einer Zentrierhilfe passende Karosseriescheiben aufgeschraubt (die inneren muss ich noch machen). Das Lager für den zweiten Motor ist ebenfalls angepasst. Die beiden Lagerschilde werden oben noch mit einer Gewindestange fixiert, auf dieser stützt sich der obere Rollenbock ab. Abgefangen ist der Rollenbock mit zwei Stangen, die wiederum an den beiden mittleren Langträgern befestigt sind. Somit ergibt sich ein filigraner, aber doch sehr stabiler Dreibaum.

      Zwischen den Rollenstützen liegt schon der Drehmotor bereit, der Motor (gleiche Bauart wie die anderen) für die dritte Winde sitzt hinten auf einem stabilen Träger, auf der gegenüberliegenden Seite ist Platz für den Akku.

      Nach dem endgültigen Einbau vom Drehmotor und der dritten Trommel wäre die Mechanik des Oberwagens schon so gut wie fertig.

      Platz für die ganze Elektrik ist mehr als genug vorhanden, entweder im Bereich hinter dem Fahrer oder wieder auf einer Ablage über dem Akku.

      Die verwendeten Motoren sind sicher für einen so kleinen Bagger etwas übertrieben, lassen sich aber perfekt einbauen und bringen auch Gewicht. Da alle Typen die gleichen Befestigungslöcher haben, lassen sich die Motoren auch leicht ohne großen Umbau wechseln, falls die eine oder andere Winde etwas schneller oder etwas langsamer laufen soll.









      viele Grüße

      Wolfgang

      youtube.com/user/Seilbagger1
    • Hallo zusammen,

      im Bereich des Drehkranzes habe ich von unten eine Platte aufgesetzt, damit dieser Bereich glatt ist. Das sichtbare orangefarbene Zahnrad erfüllt zwei Funktionen: Einmal muss ein Versatz vom Motorritzel zum großen Zahnkranz her und zum zweiten dient das als Verschleißzahnrad. Das Stahlritzel des Drehmotors muss ja nicht unbedingt mit der Zeit das große Zahnrad "abfräsen". Das Lager des Zwischenrades ist direkt so eingerichtet, dass man bei Bedarf einfach ein neues einsetzen kann. Das geht sogar von unten, ohne am Bagger etwas zu zerlegen. Den Durchgang des Motorritzels habe ich soweit erweitert, dass das Ritzel halb versenkt ist. Das war nötig wegen dem geringen Abstand Fahrwerk zu Oberwagen. Ein weiterer Punkt ist mir nachträglich noch aufgefallen: Diese Bagger wackeln beim Arbeiten immer etwas hin und her, das liegt an der geöffneten Drehwerksbremse. Das Zahnflankenspiel bei 3 Zahnrädern ist doppelt so groß wie bei zweien, umso besser.

      Das große Zahnrad des Drehkranzes musste ich auch umarbeiten, im oberen Bereich die Nabe abgeschliffen und die Bohrung oben auf 16mm erweitert. Anschließend habe ich eine 10mm Hohlschraube mit viel Kleber eingesetzt und verspannt. Die obere Mutter zieht sich dabei in die erweiterte Bohrung und fixiert alles. Anschließend habe ich eine 2mm Kunststoffplatte zu einem Kreis ausgeschnitten und soweit zurecht gefeilt, dass sie sich schön in die äußere Falz des Zahnrades einlegt. Ringsrum 3mm Bohrungen eingebracht und kleine 3mm Stahlkugeln eingelegt. Läuft butterweich ohne zu wackeln. Der Kugelring selber liegt nur lose drin.

      Die kleine Maschine (auf einem Foto ist ein Größenvergleich zu einem Menck) passt gut auf einen 2-achsigen Tieflader.









      viele Grüße

      Wolfgang

      youtube.com/user/Seilbagger1
    • Hallo zusammen,

      inzwischen habe ich die richtigen Motoren erhalten und alle eingebaut, Trommeln sind auch soweit.

      Angefangen habe ich auch schon mit dem Gehäuse aus 0,5mm Messingblech. Etwas blöd an den O&K Typen sind die Rundungen im Dachbereich herzustellen, da war das Gehäuse vom Fuchs wesentlich einfacher. Gebogen habe ich das Blech im Schraubstock unter Zuhilfenahme eines Besenstiels. Danach die Bleche etwas überstehend stumpf verlötet und die Überstände abgeschnitten. Schwierigstes Teil ist der Bereich des vorderen Ausstellfensters, da hier das schräge Blech in die Dachrundung übergeht. Ich bin aber ganz zufrieden damit. Ausgeschnitten werden die Fensteröffnungen erst zum Schluss.

      Der zuletzt angefertigte Greifer liegt auch schon bereit.





      viele Grüße

      Wolfgang

      youtube.com/user/Seilbagger1