Radlader Hanomag 44 D in 1:8

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    • Es freut mich, dass es Euch gefällt.
      Als nächstes kommt der Vorderwagen. Da dieser bei den Hanomag-Radladern relativ komplex aufgebaut ist (die Hubzylinder bewegen sich zwischen 2 Wänden; manche andere Radlader haben beim Vorderwagen nur eine Seitenwand), machte ich mich als erstes wieder ans Zeichnen.


      Wie man sieht, besteht der Vorderwagen aus relativ vielen Einzelteilen. Es sind 14 größere Teile - wenn man die Verstärkungsbleche an den Zylinderaufhängungen und Querstreben hinzuzählt kommt man auf 25 Teile. Die inneren Seitenwände haben eine Stärke von 2.5 mm, die äußeren Seitenwände von 2 mm, die Querstreben des Knickgelenks 3 mm. Die Mittelwand (2 mm) habe ich mir wieder von der Laserfirma biegen lassen (in die Einbuchtung kommt später die Halterung für den Kippzylinder (ist im Original genau so). Etwas Bammel hatte ich schon vor dem Hartlöten. Ohne Schlitze und Zapfen ist die Gefahr, dass sich ein fixiertes Teil mal etwas verschiebt doch gegeben. Zudem muss man immer aufpassen, dass bereits verlötete Teile nicht wieder locker werden, wenn man unmittelbar daneben wieder ein neues Teil verlötet.
      Am Ende ging es leichter, als ich gedacht hatte. Einen "Fehlversuch" hatte ich aber, das heißt, dass ich 2 Vorderwägen gemacht habe. Beim ersten hatte sich beim Lötvorgang die unterste Strebe des Knickgelenks - ohne dass ich es bemerkte - um ca. 2 mm verschoben und eine Korrektur war nicht mehr möglich. Optisch wäre das später nicht aufgefallen (Oder seht Ihr das auf den Fotos? Der gezeigte Vorderwagen ist der 1. Versuch gewesen), aber ich wollte das Modell möglichst perfekt machen und ich kenne mich: Das hätte mich später gestört.

      Anbei der fertige Vorderwagen (Gewicht 2.3 kg; äußerst stabil!)











      Bernhard
    • Hallo Bernhard.

      Das sieht wieder fantastisch aus. Die 2mm hätte ich nie gesehen, mein Blick fängt sich an den schönen Formen und Details wie die Langlöcher in dem Innenblech und die Aussteifbleche an den Seiten. Die Details machen den Unterschied!
      Aber ich verstehe Dich, dass die 2mm da nicht sein dürfen, auch wenn man es nicht sieht. Man weiß es. Das kenne ich.
      Ich freue mich auf die nächsten schönen Bilder.


      Viele Grüße

      David
    • Hallo David,

      danke Dir. Ich habe schon versucht, möglichst originalgetreu zu bauen. Und die Formen und Öffnungen so wie im Vorbild zu berücksichtigen.
      Als nächstes kam auch an den Vorderwagen die Achse mit Reifen, und dann wurden Vorderwagen und Hinterwagen miteinander verbunden.






      Als nächstes kommt der Antriebsstrang an die Reihe: Antriebsmotor mit Planetengetriebe - Schalt-/Verteilergetriebe - Kardanwellen/-gelenke.

      Bernhard
    • Hallo Gerhard,

      ja, in 1:8 wird auch ein kleiner Vorbildradlader nicht gerade klein.
      Geri: Das stimmt: Es ist erstaunlich, wie stabil ein Rahmen am Ende ist (auch wenn er nur 2 und 2.5 mm starken Blechen aufgebaut ist).
      So, nun zum Antriebsstrang. Ich habe grob die auftretenden Drehmomente berechnet (ich bin mal von einem späteren Modellgewicht von max. 30 kg ausgegangen) und danach die Teile des Antriebsstranges ausgewählt. Als Antriebsmotor hatte ich noch mehrere neue Robbe Power Plus 710/12. Ein kräftiger, kugelgelagerter Bürstenmotor für 12-16 Volt. Als Spannung habe ich einen Lithiumionen-Mn-Akku mit 14.4 Volt gewählt. Der Motor verträgt 25 A, damit komme ich auf eine Leistung von 360 Watt, was reichen sollte (der Motor verträgt kurzfristig aber auch mehr).


      An den Motor kommt zur Drehzahlreduzierung das Reisenauer-Superchiefgetriebe (Übersetzung 1:4).
      Danach folgend das 1:8-2-Ganggetriebe von Veroma, das etwas modifiziert wurde (Halterung unten) und das 1:8-Verteilergetriebe von Veroma (Übersetzung 1:3). Das Ganze über Kardanwellen und -gelenke dann untereinander und mit den Achsen (Übersetzung ca. 1:10) verbunden. Im 1. Gang habe ich somit eine Gesamtübersetzung von 1:240, im 2. Gang 1:120.
      Spitzengeschwindigkeit knapp 5 km/h (im Original läuft der Radlader ca. 48 km/h).
      Nun noch einige Fotos vom fertigen Antriebsstrang.






    • Hallo Bernd.

      Die Auslegung des Antriebs klingt sehr "rund", das sind gute Annahmen. Und die Getriebe sehen sehr gut aus. Die Lagerung gefällt mir, günstig, nachkaufbar und gut integriert.
      Und immer wieder die Details wie die Durchbrüche usw.
      Deine Lötarbeiten sind auch sehr sauber. :top

      Das einzige, was mir auffällt, ist der relativ große Biegewinkel der Kardans 8o . Aber das geht offenbar nicht anders.

      Viele Grüße

      David
    • Hallo David,

      ja, der Beugewinkel lies sich nicht vermeiden, damit ich das Getriebe in die Höhe bringe (Der Antrieb mittels Riemen wäre evtl. auch eine Lösung gewesen). Das führt zwangsläufig zu einem leichten ungleichen Lauf im Kardangelenk. Mal sehen, wie sich das auf Dauer auswirkt; ich bin aber zuversichtlich, dass das schon auf Dauer hält; es ist ja "nur" ein Modell, das nicht täglich im Einsatz ist. :)

      Viele Grüße
      Bernhard
    • Neu

      Sauber gemacht, schöne Detail`s,

      was will man mehr.

      Angriffspunkt der Schaufel sehr nahe an der Vorderachse, super.

      Das bringt richtig Druck :top :res :top
    • Neu

      Ich danke Euch für Eure anerkennenden Worte. Ich finde auch, dass mir das Hubgerüst gut gelungen ist. Es ist stabil, die Maße passen und die drehenden Teile sind leichtgängig.
      Noch einige Worte zur Schaufel: Die Rückwand und die Seitenwände sind aus 1.5 mm starkem V2A-Blech, die Versteifungsbleche an den Seitenwänden nochmals 1.5 mm, die Streben für die Befestigung aus 3 mm V2A. Nachdem ich nun schon genügend Übung beim Hartlöten hatte, stellte die Schaufel auch kein großes Problem dar.
      Die Rückwand habe ich aber nicht selber gebogen. Vor allem den "Knick" hätte ich nie hinbekommen. ?( Das machte mir die hiesige Maschinenbaufachschule und totz bester Ausstattung an Maschinen, war es nicht so einfach oberhalb der Biegung den Knick über die gesamte Schaufelbreite gleichmäßig 2 x zu kanten. Die Schaufelzähne fehlen noch; diese habe ich mir auch fräsen lassen.





      Die Schaufelbreite beträgt knapp 312 mm.

      Bernhard
    • Neu

      So, dann geht es an die Hydraulik. Ich habe lange überlegt, welche ich mir einbaue. Nachdem ich das Fahrerhaus nicht "verbauen" wollte, habe ich mich für die Hydraulik von der Fa. Leimbach entschlossen, bei der der Steuerventilblock sehr klein ist. Somit konnte ich diesen im Vorderwagen unterbringen. Auch wenn die Leimbach-Hydraulik für den Maßstab 1:8 nicht gedacht ist, wollte ich es dennoch versuchen. Es ist schließlich ja auch kleiner 1:8-Radlader. Die Kolbendurchmesser der Zylinder sind zudem relativ groß und bis ca. 18 bar kann man die Hydraulik auch problemlos betreiben. Ich habe mir die 2 Lenk- und Hubzylinder und den Kippzylinder anfertigen lassen, incl. der Pumpe. Die 4 Halterungen für die Lenkzylinder habe ich mir wieder von der Maschinenbauschule fräsen lassen. Nachfolgend einige Fotos.