Menck & Hambrock Mb Universalbagger

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    • Menck & Hambrock Mb Universalbagger

      Hallo zusammen,

      passend zum Usernamen habe ich angefangen, mir einen weiteren Seilbagger zu bauen.

      Der Mb wurde zwischen 1933 und 1945 in 448 Stück gebaut, nach dem Krieg lautete die Typenbezeichnung M150, danach mit kleineren Änderungen M152. Es gibt von diesem Typ sogar noch betriebsfähige Originale, Luff in Dasing/Augsburg benutzt einen Mb1 zum Abbruch und das Museum für hamburgische Geschichte hat einen Mb2, der auch ab und zu in Betrieb vorgeführt wird. Weitere nicht betriebsfähige, aber aufgearbeitete Originale existieren ebenfalls noch. Vom Hamburger Bagger konnte ich jede Menge Detailfotos schießen, das hilft natürlich ungemein bei der Umsetzung.

      Je nach Arbeitsausrüstung wiegt das Original knapp 40 Tonnen und wird von einem 3-Zylinder Diesel angetrieben. Es gab auf Wunsch auch elektrischen Antrieb, Dampfmaschine war allerdings nicht mehr lieferbar. Universalbagger deshalb, weil auf einfache Art und Weise alle der damaligen Arbeitsausrüstungen angebaut werden konnten, also Hochlöffel, Tieflöffel, Gittermast mit Schleppschaufel oder Greifer, Rammen, Kran und Planierlöffel.

      Auf einigen Fotos ist noch die geschmälerte Conrad-Universalkette zu sehen, diese werde ich aber durch eine selbstgebaute aus Metall ersetzen.

      Verwendetes Material ist wieder Aluminium, verklebt und verschraubt. Im Gegensatz zum Original gibt es hier für jede Bewegung einen extra Motor. Fahren mit 2 hochuntersetzten Igarashi-Getriebemotoren, Drehen mit einem der neuen China-Schneckenmotoren (Geschwindigkeit wie RB35:200), Hilfswinde mit einem ähnlichen Motor (Drehzahl wie RB35:100) und für die beiden Hauptwinden RB35:100. Fahrantrieb und Windenantrieb wie die beiden anderen Seilbagger-Modellen über Rollenketten.

      Der Drehkranz ist von Leimbach.

      Der Gittermast ist schon fast fertig und besteht aus dem Fußstück mit eingesetzten Rollen zum Schleppschaufelbetrieb, einem wahlweise einsetzbaren Zwischenstück und der Spitze. Verwendet sind 7,5mm Aluwinkel und halbierte 7,5mm Flacheisen für die Diagonalstreben. Die Streben sind mit 2mm Senkschrauben eingesetzt, diese werden dann noch weggespachtelt.















      viele Grüße

      Wolfgang

      youtube.com/user/Seilbagger1
    • Hallo zusammen,

      selbst geschossenes Foto vom Hamburger Original



      Für das Großrad habe ich ein Modul 1 Zahnrad mit 100 Zähnen so umgebaut, dass statt einer planen Fläche 5 Speichen vorhanden sind. Dieses Rad sitzt auf Position der Hauptwinden und dreht sich permanent. Da dies bei geöffneter Seitentür gut sichtbar ist, gibt es das im Modell eben auch. Ein kleiner Getriebemotor lässt dann das Rad bei eingeschaltetem Hauptschalter drehen.



      Stromversorgung und Gegengewicht von einem 12V Akku im Heck, dessen Rundung ist aus Stahlblech entstanden.

      viele Grüße

      Wolfgang

      youtube.com/user/Seilbagger1
    • :moin: Wolfgang,
      :thumbsup: ich bin wieder schwer beeindruckt, was du da wieder aus dem "Hut zauberst" :thumbsup: , mein allerhöchster :res :res :res :res :!: :top :] :]
      Bei uns im Ort steht noch so ein ähnliches "Teil" bei einem Erlebnis-Gastronomen (Lochmühle Eigeltingen). Der Bagger stand vorher in einem aufgelassenen Kieswerk, das jetzt als Erddeponie fungiert ca 15 Jahre an einem Fleck. Ich konnte zufällig den Abtransport dort beobachten. Batterie angehängt, 5Minuten "georgelt", eine riesige schwarze Rußwolke, das Ding lief und bewegte sich eigenständig auf den Tieflader :!:
      Ich versuche, bei Gelegenheit mal Bilder von dem Bagger zu schießen.
      Schönen Sonntag , weiterhin gutes Gelingen (ich bleib selbstverständlich dran :!: )
      und herzliche Grüße,
      :sc Wolf :sc
      :spray das Schlimmste für einen Modellbauer ist eine <X " Lackdose-Intoleranz" <X :spray
      Indoor-Parcours-Sueddeutschland.de
    • Krebsbachhias schrieb:

      :moin: Wolfgang,
      :thumbsup: ich bin wieder schwer beeindruckt, was du da wieder aus dem "Hut zauberst" :thumbsup: , mein allerhöchster :res :res :res :res :!: :top :] :]
      Bei uns im Ort steht noch so ein ähnliches "Teil" bei einem Erlebnis-Gastronomen (Lochmühle Eigeltingen). Der Bagger stand vorher in einem aufgelassenen Kieswerk, das jetzt als Erddeponie fungiert ca 15 Jahre an einem Fleck. Ich konnte zufällig den Abtransport dort beobachten. Batterie angehängt, 5Minuten "georgelt", eine riesige schwarze Rußwolke, das Ding lief und bewegte sich eigenständig auf den Tieflader :!:
      Ich versuche, bei Gelegenheit mal Bilder von dem Bagger zu schießen.
      Schönen Sonntag , weiterhin gutes Gelingen (ich bleib selbstverständlich dran :!: )
      und herzliche Grüße,
      :sc Wolf :sc
      Hallo Wolf,

      ja, das wäre super.

      Bei diesem Bagger handelt es sich auch um einen Menck, einen M60 mit der Fabriknummer 49632
      viele Grüße

      Wolfgang

      youtube.com/user/Seilbagger1
    • Hallo zusammen,


      vielen Dank erstmal an alle für die positive Resonanz.

      Hier sieht man noch die Einbaulage der beiden Fahrmotoren, angetrieben werden die beiden Turasräder (mit den blauen Farbresten) über außen liegende Rollenketten. Die Turasräder (muss ich noch umbauen) laufen nur lose auf der vorderen Achse.

      Für die Fahrkette habe ich mich für stabile Möbelscharniere der Größe 40x40 entschlossen. Damit die exakt wird, werden erstmal immer nur 2 überlappend mit Uhu Endfest verklebt und über Nacht getrocknet. Diese Segmente werden in einem zweiten Schritt wieder miteinander verklebt. Durch die Überlappung wird die Überhöhung der gerollten Scharniere auf einer Seite (Laufbahn der Räder) fast auf Null gebracht. Diese Seite wird später mit passenden Blechabschnitten abgedeckt, so dass man die Bohrungen der Scharnierlappen nicht mehr sieht. Die Unterseite erhält zwischen den Gelenken 2mm dicke Aluplatten, damit wird die Lauffläche ebenfalls eben. Als Mitnehmer werden über eine Lehre in jede Platte zwei Bohrungen eingebracht, die Bodenplatten erhalten fluchtend dazu je zwei 3mm Gewindelöcher. Von oben werden dann als Mitnehmer 3mm Inbusschrauben eingedreht und das überstehende Gewinde auf der Bodenseite gekappt. Die Köpfe der Inbusschrauben dann noch etwas bei geschliffen. Evtl wird dann noch um jede Platte von unten her ein dünnes Blech gespannt.
      Gedanklich ist das alles schon erledigt, muss nur noch umgesetzt werden. Zum Schluss wird man von Möbelscharnieren nichts mehr erkennen.

      Warum das Ganze? Erstmal hätte ich gerne eine Metallkette und zum Zweiten muss man sich mal die echten ansehen: Diese Bagger fahren nicht gleichmäßig, sondern ruckeln regelrecht vor. Die Geschwindigkeit ist sehr sehr bescheiden. Außerdem hängen die Ketten extrem über die Laufräder in einer Art Schlangenlinie. Das kriegt man mit der von mir bisher verwendeten Kunststoffkette nicht so hin.





      Hier kann man schön erkennen, was ich mit dem Ruckeln meine:

      viele Grüße

      Wolfgang

      youtube.com/user/Seilbagger1
    • Hallo zusammen,

      inzwischen habe ich mit dem Ausleger für den Hochlöffel angefangen. Grundträger sind zwei 3mm Aluplatten, die entsprechend dem Vorbild zugeschnitten worden sind. Das sich das Teil auch noch auf der Oberseite nach unten verbreitert und nach oben verjüngt, wurde mit dem Hammer nachgeholfen und die Platten im Schraubstock in Form geschlagen. Nur im mittleren Teil ist das parallel, alles andere verjüngt oder verbreitert sich leicht. An der Spitze fehlt hier noch die Lagerung der Hubrollen. Vor ca. 20 Jahren habe ich mir mal auf der Intermodellbau aus einer Ramschecke 2 massive Messingzahnstangen Modul 1 mitgenommen, zufälligerweise passen die perfekt von der Länge her, man muss auch mal Schwein haben. So wie hier fotografiert, ist das natürlich noch nicht richtig, die Zahnstangen gehen nicht bis zum Löffel, vielmehr werden diese durch Träger verlängert. Der Löffel gehört auch nicht dazu, liegt hier nur als Muster an. Die mittig eingebaute Tommel wird mit den außen liegenden Zahnrädern drehfest verstiftet. Die Zahnstangen selber erhalten natürlich noch ein drehbares Lager, um immer mit den beiden Zahnrädern im Eingriff zu sein.

      Die Funktionsweise ist folgende:

      Eine Winde führt mit dem Seil zur Auslegerspitze, von dort runter zum Löffel, über eine Seilrolle wieder hoch und wird auf der mittleren Trommel von oben aufwickelt, das Seil der zweiten Winde führt direkt zur mittleren Trommel und ist ebenfalls von oben aufgewickelt. Wird jetzt zum Graben der Löffel mit der ersten Winde angezogen und die zweite nachgelassen, schiebt sich der Löffel nach vorne. Zieht man die zweite Winde an, wird der Löffel wieder zurückgezogen.





      viele Grüße

      Wolfgang

      youtube.com/user/Seilbagger1
    • Hallo Wolfgang
      Das mit der Funktion des Hochlöffels hast du sehr schön erklärt.
      Sieht sehr gut aus bis Jetzt, wie machst du mit den Ketten weiter das mit den Scharnieren ist ja eine geniale Idee.
      Machst du bei der Trommel im Mast noch einen Steg rein oder wie planst du es das sich die Seile nicht übereinander legen.
      Grüßle
      LH
      Es gibt Menschen die meinen das sie den Ton angeben dabei Pfeifen sie nur aus dem letzten Loch.
    • L.H.. schrieb:

      Hallo Wolfgang
      Das mit der Funktion des Hochlöffels hast du sehr schön erklärt.
      Sieht sehr gut aus bis Jetzt, wie machst du mit den Ketten weiter das mit den Scharnieren ist ja eine geniale Idee.
      Machst du bei der Trommel im Mast noch einen Steg rein oder wie planst du es das sich die Seile nicht übereinander legen.
      Ja Jürgen, mittig werde ich noch einen Steg einsetzen.

      Was mir noch nicht so ganz klar ist, sind die Lagerböcke für die Zahnstangen. Ich dachte da an zwei kleine Kugellager für die Oberseite. Beim O&K wäre das ja total einfach, es gibt passende Linearkugellager für Rohre. Wie ist das bei deinem?
      viele Grüße

      Wolfgang

      youtube.com/user/Seilbagger1
    • Hallo Wolfgang, wieder ein Super Projekt :top

      wenn du das Zahnrad auf der Welle umdrehst kannst du auf der Innenseite ein Kugellager das größer ist als das Zahnrad geben , Außen ein Dünnringlager auf den Flansch des Zahnrades .
      Dann kannst du den Lagerbock von der Seite draufschieben.
      Hoff es ist halbwegs verständlich beschrieben.
      Grüße
      Manfred
    • landimandi schrieb:

      Hallo Wolfgang, wieder ein Super Projekt :top

      wenn du das Zahnrad auf der Welle umdrehst kannst du auf der Innenseite ein Kugellager das größer ist als das Zahnrad geben , Außen ein Dünnringlager auf den Flansch des Zahnrades .
      Dann kannst du den Lagerbock von der Seite draufschieben.
      Hoff es ist halbwegs verständlich beschrieben.
      Ich weiß was du meinst, Manfred. Diese Lagerung ist mir schon klar.

      Was mir noch nicht ganz klar ist, ist die Oberseite. Ich hab mal beim Jürgen ein Stück geklaut :D

      Hier kann man das Lager besser sehen, dort wo die Lagerschale sitzt, ist dahinter das Ritzel. Auf diesem stützt sich die Zahnstange ab und kann sich wegen dem drehbaren Lager auch nach oben und unten drehen. Nur: Was ist zwischen zwischen der Oberkante der Zahnstange und der Lagerschale? Wenn da nur eine gefettete Gleitfläche sein sollte (sieht fast so aus), dann gibt das im Modell sicher Probleme. Daher dachte ich, ich setze dort kleine Kugellager als Abwälzrollen ein. Somit wäre dann die Zahnstange leichtgängig in 3 Punkten gelagert, oben zwei Rollen und unten das Ritzel. Die Bauform von Menck sieht sowieso etwas anders aus (die Lagerschale) und hat oberhalb der Zahnstange mehr Volumen.

      Hochlöffel-Lager.jpg
      viele Grüße

      Wolfgang

      youtube.com/user/Seilbagger1
    • Hallo zusammen,

      inzwischen habe ich den Ausleger des Hochlöffels weiter vervollständigt. Durch Einsetzen entsprechender Profile und Platten ist ein verdrehfestes Profil entstanden. Der Bereich unterhalb der Vorschubtrommel muss noch gemacht werden. Die Spitze besteht aus dicken Platten, im vorderen Bereich sitzen die beiden großen Seilscheiben und etwas nach hinten gesetzt die Seilrollen zum Anheben des Auslegers. Die eigenartige Form habe ich anhand Fotos des Originals zurecht gefeilt.
      Für die Löffelstiele muss ich mir noch passende U-Profile besorgen, daher habe ich mal einfache Winkel angesetzt, damit man einen Eindruck der Proportionen erhält. Der Löffel liegt nur als Muster bei.





      viele Grüße

      Wolfgang

      youtube.com/user/Seilbagger1
    • Hallo Wolfgang
      Bei meiner Weserhütte ist es so wie auf Bild 16 unten laufen die Zahnstangen auf den Zahnrädern und zwischen der Stangenoberseite und der Lagerschale hab ich mit etwas Luft einen streifen ABS eingeklebt. Die Lagerschalen darfst du nicht zu Eng machen die Stangen müssen bissle Spiel haben. Meine ersten waren zu genau und haben schnell geklemmt, deshalb durfte ich sie 2 mal machen. Hin und Wieder 1 Tropfen gutes Öl auf die stange und es funzt topp.
      Ich hab dafür im Baumarkt ein Alu Rechteckrohr gefunden und angepasst.
      Die Lagerschalen haben auf beiden seiten Kugellager wie beschrieben, 1 mal auf der welle und 1 mal auf dem Bund vom Zahnrad

      Grüßle
      LH
      Es gibt Menschen die meinen das sie den Ton angeben dabei Pfeifen sie nur aus dem letzten Loch.
    • L.H.. schrieb:

      Hallo Wolfgang
      Bei meiner Weserhütte ist es so wie auf Bild 16 unten laufen die Zahnstangen auf den Zahnrädern und zwischen der Stangenoberseite und der Lagerschale hab ich mit etwas Luft einen streifen ABS eingeklebt. Die Lagerschalen darfst du nicht zu Eng machen die Stangen müssen bissle Spiel haben. Meine ersten waren zu genau und haben schnell geklemmt, deshalb durfte ich sie 2 mal machen. Hin und Wieder 1 Tropfen gutes Öl auf die stange und es funzt topp.
      Ich hab dafür im Baumarkt ein Alu Rechteckrohr gefunden und angepasst.
      Die Lagerschalen haben auf beiden seiten Kugellager wie beschrieben, 1 mal auf der welle und 1 mal auf dem Bund vom Zahnrad
      Danke Jürgen, das hilft mir weiter.

      Inzwischen habe ich auch vom Verwalter des Menck-Archivs eine Antwort auf dieses Problem erhalten. Da waren wechselbare Verschleißplatten drin, und ordentlich Schmiere. Man konnte aber auch rollengelagerte (auf der Oberseite) ordern, der große Steinbruchbagger C253 hatte die grundsätzlich.

      Ich probiers aber nach deiner Methode
      viele Grüße

      Wolfgang

      youtube.com/user/Seilbagger1