Der Boreal Scout - Ein Land Rover 110 mit Bikini-Top

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    • Der Boreal Scout - Ein Land Rover 110 mit Bikini-Top

      Modellbaugemeinde

      Ich bin in Begriff ein neues Projekt mir auf die Werkbank zu holen, da der neue Bastelwinter ja nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Nachdem ich nun zwei Baukasten Defender 90 Modelle aus dem Hause RC4WD und RCmodelex verschlimmbessert habe. Möchte ich mich was das Fahrgestell angeht an einen ersten Eigenbau wagen.

      So hab ich mich entschlossen hier für Euch eine Dokumentation dazu zu schreiben. Warum komme ich damit zu Euch ins Modelltruckforum ? Na bei einem Pickup redet man ja nun auch von einem Truck ! Doch mal im Ernst, ich hoffe das ich hier auf ein paar Interessierte treffe die Modellbau noch im klassischen Sinne verstehen. CNC und CAD sind toll und faszinierend, ergänzt durch 3D Druck erreichen viele Modellbauer heute ein technisches Level das den großen Herstellern gleicht.

      Bei mir gibt's Handarbeit ! Ich möchte meine große Klappe nicht zu weit aufreißen. Doch ich denke ich kann Euch ein paar nette Dinge zeigen. Doch komme ich zum Thema !




      Der Boreal Scout

      Da Modelle bei mir immer einen Namen bekommen, gibt's auch immer ein Thema. Hier "Lady Croft auf den Spuren des Kahn" Ein Land Rover OneTen V8 mit Bikinitop. Land Rover Kenner bemerken dabei das es sich nicht um den bekannten Defender handelt, sondern um seinen direkten Ahnen. Das schöne an diesem Modell ist da er nur ein paar Jahre gebaut wurde und die Umstellung von der Blattfeder zum Schraubenfeder Fahrwerk darstellt, dass es Fahrzeuge mit beiden Techniken gibt. Das war damals bei Land Rover so, es wurde gebaut was da war, Modellpflege ? Die musste noch geboren werden. Ich mag halt das aussehen der klassischen Land Rover. Doch ich bevorzuge auch die "moderne" Federungstechnik mit ihrer herausragenden Geländegängigkeit. Daher die Wahl des OneTen.




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      So werde ich hier ein Archäologen Paar darstellen, auf den
      Spuren der Steppenkrieger und Reiternomaden der Mongolei.

      Letztere liegt am Rande der sogenannten borealen Zone. Dies bezeichnet die
      Vegetationszone auf der nördlichen Erdhalbkugel innerhalb der 50 - 70 Breitengrade.

      So nimmt der stinkende und Kette rauchende Boreal Scout neben Lady Croft Platz.
      Und beide begeben sich auf die Suche nach den
      Mythen der alten Nomaden Pfade der Mongolei.

      Am Fuße des Chentill Gebige wo sich die Wüste Gobi mit den höchsten Dünen der Welt
      bereits bis an die Bergketten heran gearbeitet hat, liegen die Wurzeln des einst größten Weltreiches
      welches von Menschen jemals errichtet wurde.

      Die Pfade des Dshingis Kahn.

      Die Fährten des Matvej Nicolasevic Changalov ein Wissenschaftler aus der Mitte des 20.
      Jahrhunderts verlieren sich genau hier. Dessen Systematisierungen und Aufzeichnungen
      sind es welche Fragen zu einem unerforschten Geheimnis aufwerfen.

      Sind wir gespannt auf die neuen Abenteuer der Lady Croft
      und ihrem mysteriösen Gefährten, dem Boreal Scout.

      Ein rätselhafter Geselle der als Weise von einem mongolischen Schamanen aufgezogen
      wurde, unter dem höchsten Gipfel der Mongolei dem Chüiten im Altai Gebirge. Mit seiner
      Abstammung als Ahne der Burjaten stammt er vom Olchon, vom Angesicht des heiligen
      Shamanensteins, eine Insel im Baikal See, vom Hofe Ussyk.


      „Der weiße Kegel
      Des Weltenberges
      Schwebt über der Zeit
      Seine Mähne weht herüber
      Umflattert mich
      Ich stehe hier unten
      In Zeitnot
      Die Gänsehaut ist
      Mein Panzer
      Vor dem nahenden Lebenswinter“
      Galsang Tschinag

      Er kennt viele der alten Mythen der noch unerforschten Mongolistik.

      So geht es auf in die neuen Abenteuer der Lady Croft ........




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      Da ich oft und gerne auf Trophy und 4x4 Offroad Veranstaltungen fahre, auch selbst eine ausrichte, liegt mein Fokus auf der Funktion und Performance des Fahrwerks. Doch was hab ich geplant ?


      Neben dem Rahmen welchen ich zum ersten mal selber bauen werde. Möchte ich meine Achsaufhängungen welche ich in meinen ersten Modellen entwickelt habe, verfeinern und perfektionieren. Ich rede dabei von vorbildgerechter Achsführung. Dazu denke ich an ein Eigenbau 2Gang Schaltgetriebe auf Zahnriemenbasis. Ob ich das realisiert bekomme, na ich werds testen. Als I-Tüpfelchen bekommt die Vorderachse eine BTA Lenkung nach Ackermann, welche ich ebenfalls verfeinern möchte. Und die Hinterachse bekommt als Highlight eine funktionsfähige Trommelbremsanlage, die dank des permanenten Allrad Antriebes auf alle vier Räder wirken wird. Die will ich vom Prototypen Status ans Modell bringen.

      Große Worte, ich weiß ! Ich warte noch auf Material und dann geht's langsam los......






      Die Schablone für die Rahmentraversen hab ich bereits angefertigt. Der Body ist soweit clean das es los gehen kann. Der RCmodellex Rahmen der hier noch unter der Karo liegt ist entsorgt. Auf die Gründe warum, werde ich im Verlauf ein gehen.



      Ich bin selbst gespannt wo die Reise hier hin geht.....





      In diesem Sinne

      Michael





      Ein Defender, ist ein Defender, bleibt ein Defender,
      alles andere sind nur Geländewagen.
    • Moin Männers,

      zuerst einmal Danke für Euren Zuspruch und Euer Interesse. Das freut mich sehr.

      Ich musste gestern lernen was eine Retournierung bedeutet, klar steckt im Wort ich weiß. Doch wenn einem die Sendungsverfolgung vier Tage lang erzählt das dein Paket im Paketzentrum herum liegt. Dann ist das mitunter schwer zu kapieren wenn so langsam der Hals anschwillt. Vielleicht kennt ihr das. ;) Nundenn, Paket ist retourniert und wieder unterwegs.

      Dann kanns endlich losgehen hoffe ich....
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    • So dann,

      das verirrte Paket ist dann doch noch angekommen heute. Hm, 5mm Stahl, da hast schon ganz schön was in der Hand. Bin mal gespannt ob ich dem Herr werde. Morgen mal die Flex an werfen und den Grobmotoriker mal wieder los lassen.





      Nebenbei experimentiere ich bereits an den Fahrertüren. Am hier verwendeten Team Raffee Body stimmen die Proportionen nur an wenigen Stellen. Worin beispielsweise der Grund steckt warum ich einen Pickup daraus baue. Fahrgastzelle und Dach des Baukastens stimmen überhaupt nicht mit dem Vorbild überein. Aber so ist es wenn kopiert wird ohne Lizens.

      Naja, zu sehen im Bild ist das ich beginne die Karosse weiter zu entwickeln und vor zu bereiten für die Anpassungen des Rahmen. Die erste Türe hinten ist eingeklebt, die Rückseite ausgeräumt und ...




      ... hier ist zu sehen wie ich die halbrunde Scheuerleiste oben an der Seitenwand der Ladefläche ab nehme. Da die Ladefläche ja verlängert wird, muss es die Scheuerleiste ebenfalls. So geht das in einem Stück.

      Schön zu sehen hier meine selbst gebastelten Sandpapierfeilen. Einfach auf einer Hartholzleiste aufgeleimt. Kann ich damit gut plan schleifen.

      Weiterhin tüftle ich daran wie ich die Türdichtungen wieder geben kann. Die Bausatz Türen finden nur den Weg in die Restekiste. Für`s Modell werde ich neue Türen aus Blech anfertigen. Doch mehr dazu die Tage ...
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    • Puh, was ein Job !


      Doch Laune machts schon aus solch einem Stück Stahl ein derartes Bauteil herraus zu holen. Heißt, die erste Rahmentraverse steht soweit. Noch nicht genau im Anriss, dass kommt erst wenn ich beide Teile übereinander spannen kann um sie in identische Form zu bringen.





      Aber hätte ich mir schlimmer vorgestellt eine solche Arbeit. Bereits im Vorfeld hab ich schon mal ein Probestück angefertigt einer Traverse als Hohlprofil.






      Was mir auch ganz gut gelungen war schlußendlich. Der ursprüngliche Plan war auch für dieses Vehikel hier diese Bauart auf zu nehmen. Was von der Stabilität her kein Problem wäre.






      Doch ein nicht zu verachtender Punkt bei unseren "Scalern" mit denen wir ja ins harte Gelände gehen. Ist die Schwerpunktlage im Fahrzeug ein ganz wichtiger Faktor. Mit der Rahmenbausweise aus Vollmaterial bringe ich Gewicht da hin wo ich es brauche. Für dieses Fahrzeug peile ich ein Gewicht fahrfertig von ca 6-7Kg an.

      Auch die Federung in ihrer Abstimmbarkeit, eine echte Dämpfung kommen erst so richtig ans funktionieren unter einem gewissen Gewicht. Gibt einige Effekte welche von dieser massiven Bauweise des Rahmens profitieren.

      Um Euch einmal zu zeigen was wir mit diesen Karren anstellen. Hier ein Video eines Kameraden der unsere RSO-D / RealScaleOffroad - Days im Bereich der Wertungsprüfungen in bewegtem Bild eingefangen hat. Die RSO-D stammen aus meiner Feder, mit einem Vereinskollegen richte ich sie in Kooperation mit unserem Verein aus. Wir wollen / versuchen unsere Fahrzeuge vorbildgerecht im Gelände zu bewegen.

      Die Sektionen werden nach europäischem Truck Trial Reglement gefahren mit je 10 Toren.







      Viel Spaß mit dem Filmchen,
      bis die Tage ...

      M.
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    • Zeit für ein Update !


      Nachdem mir mein Winkelschleifer vergangene Woche verreckt ist, musste erst mal Ersatz her. Dann aber ging es sehr schnell und die Frame Rails waren aus dem vollen geholt.




      So geht es nun an die Anbauteile bzw. die Aufnahmen für etwaige Anbauten ! Ich habe angefangen die Widerlager für die Radiusstäbe vorne her zu stellen. Hier hab ich mich zum ersten mal an zurecht dengeln von Metallteilen gewagt.




      Zunächst hab ich mir eine Schablone angefertigt vom Schnittmuster wie ich es mir zusammen gereimt hab wie es aussehen müsste. Dazu hab ich mir ein Negativ zurecht gemacht, über dem ich im Schraubstock mein Blächle dann verformen konnte. Wir Ihr seht funktionierte das sehr gut. OK hier im Bild zu sehen der zweite Anlauf, im ersten Versuch hatte ich noch einen kleinen Fehler im Schnittmuster. Hier aber nun das Beuteil perfekt in Form.




      Nun bestand die Schwirigkeit aber darin das Bauteil aus 0,5mm Stahlblech an den 5mm Rails an zu bringen. Es mit schweißen zu versuchen wäre Unfug gewesen. Bereits beim zünden wäre mein Bauteil Schall und Rauch gewesen. So blieb nur die Möglichkeit des Löten, des Hartlöten wie ich es nun seit einiger Zeit übe. Hier im Bild zu sehen das ganze nach der Prozedur und in der Snadstrahlkabine gereinigt.




      Hier mal ein Foto vom Vorbild. Zu sehen hier auch das Stützblech zu den vorderen Karosserieträgern. Letztere hab ich auch bereits in Arbeit. Noch nicht ganz fertig. Aber man kann sehen wo die Reise im weiteren Bau hin gehen soll denke ich. Detailtiefe und vorbildgerechte Bauweise sind meine ersten Ansprüche, Kompromisse kommen nur in Frage wenn ich mit meinen Möglichkeiten und Fähigkeiten an die Grenzen komme.




      mehr die Tage ....
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    • . . . . zumindest dachte ich das ich zufrieden wäre !

      Denn im weiteren Verlauf musste ich feststellen das an den hinteren Längslenkeraufnahmen ich ja gar keine weiteren Verstärkungsbleche zum Rahmen hin habe. So wie es vorne der Fall war. Hmm, warum fiel mir das erst jetzt auf ?




      Nun denn, hab ich erst mal wieder ein Schnittmuster angefertigt um die Form des Bauteils erstellen zu können. Die Vorgehensweise wie bereits beschrieben bei den vorderen Aufnahmen. Nur das ich hier statt auf 0,5mm Stahlblech, auf 1mm Blech zurück gegriffen habe. Angesicht dessen das mein Gespann, denn hier folgt noch ein Trailer, am Ende fagrfertig an die 10Kg wiegen wird.




      Hab ich entschieden die Aufnahmen vorne wieder ab zu nehmen und ebenfalls aus 1mm Material neu zu bauen. Hier im Bildmittelpunkt zu sehen der Sitz des vorderen Stabilisators. Auch die möchte im Detail wiedergeben, genauso an der Hinterachse.




      So wächst mein Frame allmälich zu einem vorbildnahen Leiterrahmen heran. Gibt noch ein paar Details die realisieren werde. Wie besispielsweise Panhard Aufnahme, Unterbau Ladefläche, div. Schleppösen, die markantesten Bohrungen des original Rahmens werde ich ebenfalls noch setzen. Dazu kommt natürlich noch die original getreue Hecktraverse.


      Doch heut ist erst mal Sonntag ...


      Einen schönen Euch

      Michael
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    • Danke für die Blumen Geri,

      in der Tat bleibt da nicht mehr viel sichtbar. Doch als Hobbyfilmer kann ich die Linse ja auf bestimmte Blickwinkel fokusieren. ;)



      Es ging ein wenig weiter am Frame.




      Es ging noch ein wenig hin und her. Als ich die vorderen Achsaufnahmen geändert hatte, passten die hinteren wieder nicht mehr ins Bild. Weil mit jedem Teil die Fertigkeiten sich entwickeln und die Teile immer besser werden. So hab ich die Sitze der hinteren Längslenker dann auch nocheinmal überarbeitet. Weiterhin sind die Sockel für die Ladefläche eingezogen.

      Die Position der Sitze für die Schraubenfedern kann ich erst bestimmen wenn die Achsstände bestimmt sind. Um das zu tun muss die Karosse einen Fixpunkt haben wo sie montiert wird. So hab ich mich daran gemacht die Hecktraverse zu entwerfen. Gar nicht so einfach eine Winde zu integrieren in der Hecktraverse. Doch dann hab ich eine gute Vorlage gefunden die ich nachbauen konnte.




      Devon Four/Four besser bekannt als D44 Parts liefert mir die Vorlage. Guckst Du HIER !

      Nachdem ich dann ein erstes Probestück angefertigt hatte und die Dimensionen bzw. Proportionen bestimmt waren, konnte es an den finalen Bau der Hecktraverse gehen.





      Hier die Basisteile, Traverse, Windenkasten und Abdeckung.






      Natürlich wird die Abdeckung mit vorbildgerechten Hex Bolts montiert :D





      Hier der Windenkasten in die Traverse integriert.





      Na das war schon mal gut gelungen.





      Doch die vorbildgerechte Montage war eine echte Aufgabe. Hier die vier Bleche welche nun präzise in die Traverse eingfügt werden mussten. Mir war klar ich hatte nur einen Versuch. Das gaze Teil könnte danach ruiniert sein. Doch beim löten bin ich Fuchs mitlerweile. ;)





      Denn mit einer kleinen Hilfskonstruktion gelang das Hartlöten der Teile in einem Gang !








      So flog der erste provisorische Abstandhalter der Rahmentraversen schon mal raus.





      So hab ich die Grunkonstruktion der D44 Rear Winch Crossmember komplett kopiert. Nun fehlen nur noch Anhängerkupplung und kleine Details.

      Für mich ein erstes Highlight. Mehr gibts demnächst . . .

      Ein Defender, ist ein Defender, bleibt ein Defender,
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    • Ich bin noch die letzten Bilder schuldig von der Fertigstellung der D44 rear Winch Crossmember.





      Aus insgesamt 36 Einzelteilen (ohne Schrauben)





      ist sie das komplexeste Bauteil





      welches ich bis heute angefertigt hab





      Die Bilder sprechen da für sich denke ich.


      Damit hab ich nun einen Fixpunkt für meine Karosse und kann die Achsstände bestimmen. Was bedeutet das es nun an die Hinterachse geht. Die ich nun für den Einbau vorbereiten werde. So folgt das nächste Highlight auf den Schlag. Denn die Hinterachse erhält eine funtionstüchtige doppelte Simplex Trommelbrems Anlage. Ich hab heut Abend meine Drehbank gewartet, dass es nun damit los gehen kann.

      Ich werd Euch auf dem Laufenden halten. . .
      Ein Defender, ist ein Defender, bleibt ein Defender,
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