Zusätzliche Drehachse

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    • Zusätzliche Drehachse

      Hallo,
      ich hab mir ein neues Spielzeug gebaut. Ist noch nicht ganz fertig.
      Die Frage ist, ob das in dieser Rubrik richtig ist. Aber ich denkees passt.

      Grund für das Projekt war die Beschränkung bei meinemTeilapparat.
      Als ich auf diesem meine Zahnräder fräsen wollte, stellte ichfest, dass auch mit guten zureden keine hohen Drehzahlen möglichsind. Stärkerer Schrittmotor war auch keine Option. (Verbaut ist ein2Nm.) Die Lagerungen sind für hohe Drehzahlen (>500 1/min) nicht geeignet.
      Also musste etwas mit Drehzahl her.
      Größe ist vorgegeben, da ich die gleiche Spitzenhöhe, wie derTeilapparat/Reitstockspitze, haben wollte.
      Gebaut habe ich das aus einer geschliffen Grundplatte. Die kannman fertig kaufen.
      Als Stirnplatten habe ich Aluplatten verwendet und mitLagerbuchsen versehen. Diese nehmen die Kegelrollenlager auf.
      Die Lager sind durch die Spindel vorgegeben. Die habe ich alsErsatzteil vom Maschinenhersteller bezogen. Die Spindel hat diegleiche Größe, wie meine Drehmaschine. Soll ja praktisch sein.

      Was völlig unpraktisch war, die Lagersitze waren nicht da, wo ichsie gebraucht hätte. Einige Sitze musste ich umarbeiten undverlängern, Gewinde schneiden bzw. verlängern.
      Dann wollte ich noch eine Bremse haben. Zuerst war es eineFahrradscheibenbremse. Dann hat mir der Postbote aber eine elektrische Bremse vorbeigebracht. Die passt bis auf den Millimeter zwischenmeinen Lagerplatten. Durchmesser haben natürlich wieder überhauptnicht gepasst. Da hab muste ich einiges an Aufwand treiben.
      Bei der Abdichtung der Lager habe ich noch eine offene Seite. Da muss ich mir noch was ausdenken.

      Als Antrieb hatte ich ursprünglich einen 30Nm Schrittmotorgeplant.
      Dann habe ich, wegen der besseren Dynamik, auf Servomotor gewechselt. Meine Drehmaschine hat 750W. Als ich aber die Motorlagerung dafür gebaut habe, bin ich wegen den winzigen Lagerflansch erschrocken. Der Motor ist in der Realität viel zu klein.
      Ich denke es wird jetzt ein 1,8KW starker Servomotor. Der liefertca. 6Nm. Dieses allerdings über den gesamten Drehzahlbereich (bis 3000 1/min). Anfrage läuft.
      Verbunden wird der mit einem Zahnriemen und Spannsätzen. Da sind dann aber noch ein paar Kleinigkeiten, wie der Bau des Riemenspanner und der Steuerung, zu erledigen.

      Damit ist der Einsatz klar!
      Die Achse soll für hohe Drehzahlen (3000 1/min) eingesetzt werden.Durch die Bremse kann ich die Drehachse aber auch imPositionierbetrieb verwenden und im geklemmten Zustand fräsen. ZumKonturfräsen ist der Teilapparat aber, wegen dem Drehmoment (2Nm * 90), besser. Zum Schlüsselflächen fräsen und Querbohrung setzen ist die Drehachse aber optimal.

      Wozu das ganze?
      Wie gesagt, ich will Verzahnungen fräsen. Dazu brauche ich eineDrehachse die synchron zur Hauptspindel läuft. Meine Hauptspindelist ungesteuert und liefert nur eine konstante Drehzahl. Die will ichüber einen Encoder abgreifen und über die Steuerung an dieDrehachse als Folgeachse schicken (elektronisches Getriebe).
      Dann will ich noch zukünftig auf meiner Fräsmaschine Bauteiledrehen und diese als vollwertige CNC Drehmaschine verwenden. Bisherhatte ich meine Teile manchmal in der Spindel gedreht. Das soll ein Ende haben, da ich jedesmal die Steuerung umbauen muss. Große Bauteile (Felgen) waren wegen der Masse ein Problem.
      Die Bedienoberfläche für Mach 3 habe ich fürs drehen teilweise erstellt. Auf dem Laptop läuft die Oberfläche schon mal.




      Gruß
      Dirk