Umbau einer Bernardo Profi 550 LZ Drehmaschine auf digitale Positionsanzeige

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    • Umbau einer Bernardo Profi 550 LZ Drehmaschine auf digitale Positionsanzeige

      Hallo Leute,

      zunächst einmal möchte ich euch erzählen, warum ich mich für diese und keine andere Maschine entschieden habe.

      Auf Grund meines neuen Maßstabs war mir klar, dass ich mit meiner Optimum 180x300 Vario nicht weit komme und eine größere Maschine angeschafft werden muss...............
      Nun ging die Suche los und wie sich jeder vorstellen kann, wird man zwangsweise auf Bernardo aufmerksam.

      Ich musste in viele Richtungen Kompormisse schaffen, was Größe der Maschine, Gewicht der Maschine, Preis, Spannungsbedarf, und nicht zu vergessen der Leistungsbereich, angeht.

      Mein Ziel war auf jeden Fall eine Maschine mit Schaltgetriebe und vorhandener Leit u. Zugspindel.

      Dabei sind eigentlich die letzten verbleibenden Maschinen in der Suche auf der Strecke geblieben und ich habe mich für die Bernardo Profi 550 LZ entschieden.

      Da ich aber ungern die Katze im Sack kaufe habe ich einen Termin beim Maschinenhändler meines Vertrauens (zumindest ist er das jetzt) gemacht und mir die Maschine angesehen.

      Ich war von der optischen Qualität schon mal begeistert (kein Vergleich zu Optimum), und von der tatsächlichen Größe schon mal etwas überrascht.
      Als der Händler dann die Maschine angeschlossen hatte und die Maschine lief, stand fest.............dit wird mene.

      Nein im Ernst, die Maschine lief sauber und absolut leise, keine Vibrationen........einfach toll.

      Da dann auch noch der Preis stimmt wurde direkt das Untergestell mitgeordert.

      Denn eines hatte ich mir fest vorgenommen............diese Maschine bekommt eine digitale Positionsanzeige.

      Geplant und letzlich ausgeführt wurde sie für zunächst 2 Achsen.

      Die Problematik war mir aber eigentlich erst bewusst, als die Maschine bei mir zu Hause im Keller stand. Ich musste feststellen, dass eigentlich kein Gewinde an der Maschine überflüssig oder ungenutzt war........
      Ich hatte bis auf eine Ausnahme keine Möglichkeit ohne große Umbauten (die sich letztlich im Rahmen hielten) die Glasmaßstäbe zu montieren................
      Und weil es eben kein einfacher, aber selbst für einen Laien (wie mich in Sachen Maschinenumbauten), machbarer Umbau war möchte ich Euch an dem Umbau teilhaben lassen.

      Vielleicht auch ein bisschen als Entscheidungshilfe ;) :D
      Gruß Matthias


      MAN gönnt sich ja sonst nix
    • ?gua Matthias!

      Da bleib ich au jeden Fall dran! Solche Umbauten sind mein täglich Brot, wenn auch in wesendlich größeren Dimensionen.
      Das Wichtigste bei der Montage von Glasmaßstäben ist das akkurate Ausrichten Letzterer zur Führungsbahn. Hier solltest du dich in einem Bereich von max. 0,05 mm bewegen!!!!!
      Wenn möglich, würde ich noch Blechabdeckungen als Späneschutz montieren.

      Gruß

      Carsten
      Sag doch einfach:

      Wir fahren BENZ!!!!!
    • @Carsten..............die Maßstäbe wurde mittels Messstativ ausgerichtet.

      @Martin
      Also bei den Getriebe-Drehbänken waren noch Paulimot und Optimum im Programm fielen aber beide dann wegen der fehlenden Leit u.-Zugspindel raus.

      Alles was dann noch vorhanden war wog zu viel um sie in den Keller zu bekommen...........und preislich waren die voll aus dem Budget.
      Gruß Matthias


      MAN gönnt sich ja sonst nix
    • So nun werde ich mal das machen, was ich ja mit dem Thema bezwecken wollte..............den Umbau vorstellen.

      Bei der Planung des des Umbaus stand ich schon vor dem ersten Problem............keine Bohrung oder irgendwelche Vorbereitungen, die bei der Montage der Messstäbe hätten genutzt werden können..........
      Also musste zunächst der Support runter.

      Zum einen musste ich an der Rückseite des Support an die Unterseite kommen um dort dann später die Halterung für den Messkopf anbringen zu können. Und zum anderen war es einfach ein besseres Arbeiten.
      Natürlich hatte ich hier schon die Möglichkeit im Kopf, wie der Messstab an die Y-Achse anzubringen ist. Dazu später mehr.

      Heute gehts erstmal um die X-Achse.

      Die Maschine hatte Gott sei Dank die Bohrungen( M10 Gewinde) mit der der Fräskopf an der Drehe montiert werden kann.
      Diese Beiden Gewinde liegen allerdings ziemlich mittig am Maschinenfuss und waren somit eher suboptimal gelegen.

      Also musste ich erst einmal eine Montagemöglichkeit für den Glasmessstab schaffen.
      Ich hatte noch ein Alu-Flachprofil mit 45x12 mm (Angabe ohne Gewehr).
      Dann konnte ich dann mittels der beiden Bohrungen an der Rückseite der Maschine anbringen.
      Das Profil wurde dann grob mittels Messstativ ausgerichtet.

      Im Anschluss daran wurde das Cover (Schutzhülle) für den Glasmessstab mittels mitgelieferten M5 Schrauben auf dem Alu befestigt und abermals ausgerichtet. Dieses Mal allerdings etwas genauer, da der Glasmessstab direkt am Cover befestigt wird.
      Nachdem das geschafft war, war ich echt erleichtert.

      Der Aluwinkel, der dann am Messkopf befestigt wurde musste dann nur noch von unten an der Rückseite des Supports festgeschraubt werden.







      Gruß Matthias


      MAN gönnt sich ja sonst nix
    • Dann gings an die Y-Achse.
      Davor grauste mir von Anfang an, denn hier war schon das Problem den richtigen Platz zu finden.
      Dann kam noch dazu, dass dieser Hersteller überhaupt kein Cover mitgeliefert hat.

      Also stand ich das erste Mal wirklich Stundenlang vor der Maschine und hab überlegt............Wo die Gewinde setzen für den Glasmessstab wie den Stab schützen und wie um Gottes Willen den Messkopf festmachen.

      Ich hatte noch ein Vierkantrohr aus Alu was erst entsprechend bearbeitet werden musste.
      Also habe ich die Unterseite des Vierkantrohrs erstmal aufgefräst um dem Messkopf genügend Freiheit lassen zu können.

      Dann musste ich in das Bett vom vom Support erstmal Gewinde schneiden..............in Guss ist das echt Sch..... denn ich hatte die ganze Zeit Schiss, dass mir was wegbricht oder die Gewinde nicht gescheit werden..........
      Das stellte sich im Nachhinein als unbegründet heraus...........Puh Glück gehabt.

      Der beim Glasmesstab mitgelieferte Montagewinkel konnte auch noch zur Aufnahme des Messkopfes verwendet werden.
      Allerdings musste auch hier erst die Fräse ran.

      Bilder folgen
      Gruß Matthias


      MAN gönnt sich ja sonst nix