Anhängewalze JWB rotatech 8.0

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    • Anhängewalze JWB rotatech 8.0

      [font='&quot']Nachdem mein Hanomag C66 vom Radlader zum Raddozer
      wurde bekam er mehr und mehr Parcour-Pflege-Aufgaben.

      Und gerade die Baustrassen sind doch teilweise von sehr schlechter Qualität
      (was nicht als Kritik gemeint ist,
      sondern nur die besonderen Herausforderungen an die Fahrer unterstreicht!)....



      Wie das dann manchmal so ist:



      Man hat Glück und findet ein wirklich seltenes Stück – einen Scheunenfund
      quasi!



      So ging es mir mit der

      Vibrationswalze JWB rotatech 8.0:



      Eine Anhänge-Vibrationswalze der besonderen Art:

      Wer kennt schon den Hersteller JWB – oder sein Spitzenprodukt – die „rotatech
      8.0“???

      Eine rotationsverstärkte 8-Tonnen-Walze mit stufenloser Frequenzverstellung, um
      auf unterschiedlich bindigen Böden eine optimale Verdichtung zu erreichen.



      Die Fa. JCB hat später mit der Vibromax VM651 die guten Ideen der Fa. JWB
      aufgegriffen (abgekupfert?) – und hatte damit große wirtschaftliche Erfolge.



      Auf Grund der zu erwartenden enormen technischen Neuerungen erfolgte die
      JWB-Entwicklung streng geheim – das Projekt bekam den Codenamen „Mariechen“.





      Kaum hatte ich das JWB-Schmuckstück gesehen war klar:

      Die wird gebaut!



      Was kann da schief gehen?



      Ganz viel!

      Denn:

      Es gibt keine Bilder vom Original (denn das gibt es nicht) –

      die Firma JWB gibt es auch nicht (naja, als juwobe quasi doch).

      Und den Scheunenfund – den gibt es schon gar nicht.



      Wie in dem Lied: „ Es ist alles nur geträumt….“, aber hoffentlich nett erzählt.



      Mit anderen Worten: Eine vorbildlose Vibrationswalze soll gebaut werden.

      Möglichst billig natürlich.



      In der Schrottkiste gibt es ….

      ein altes Heizungsrohr -Länge 200, Durchmesser 134



      (rechts im Bild [/font]
      :) )



      Da kam die Drehbank schon an ihre Grenzen - ich stand dann doch seitlich neben dem Teil.

      [font='&quot']
      In der Schrottkiste fanden sich noch einige Metallreste.
      Gekauft werden mussten nur der Motor (Pollin, 1,95 Euro) die 6 Lager und die Gummi-Metall-Elemente.

      [/font]

      Z[font='&quot']unächst hatte ich geplant, den Vibrationsmotor in
      der Walze gegen die Vibrationen zu isolieren - das wurde mir dann aber doch zu
      eng.
      Der Aufbau ist so recht einfach geworden:

      Die Unwucht (hier zwei M10-Messingmuttern) sitzt auf einer rechts und links
      gelagerten Welle, die vom Motor angetrieben wird. Die ganze Einheit wiederum
      ist stirnseitig in den Walzenflanschen gelagert.

      Die Gummi-Metall-Elemente stellen die Verbindung zwischen der Unwuchteinheit
      und dem Rahmen her.


      [/font]


      Die seitlichen Kugellager werden von zwei Scheiben
      gehalten (ehemalige Computer-Festplatten), die eine Stützlagerung bilden.

      Hier ist der Walzenkörper schon mit den Gummi-Metall-Elementen im Rahmen gelagert.



      Der Rahmen wurde - ganz konventionell mit Stabelektroden - geschweißt und sollte eigentlich halten ......



      Die angedeuteten Rohre sind in Wahrheit die beiden Leitungen für Minus und Steuerimpuls für den Motorregler, der im Heck sitzt. Da der ein eigenes BEC hat, wird kei Plus vom Empfänger zur Walze geführt.

      Hier die erste Probefahrt - noch bekommt der Vibrationsmotor die Spannungsversorgung vom Fahrakku.


      Erste Arbeitseindrücke:
      Macht riesig Spaß - das Fahren mit zwei Knickgelenken "hat was" (auch für einen Sattelzugfahrer) - und rütteln tut das Ding........!


      Mehr folgt!

      Jürgen
    • Nachdem alles gestet war und "Mariechen" sich als arbeitssam erwiesen hatte bekam die Walze meine Hausfarbe.




      Ich hätte ja gerne einen Aufbaumotor aufgesetzt, habe aber keinen gefunden. Da mußte dann eben eine Motorhaube her.




      Im Nachhinein bin ich für den Platz dankbar, denn Akkus, Lipo-Warner und Motorregler haben mehr Platz gebraucht als ich zunächst dachte.

      Sicherheitshalber kann ich den Vibrationsantrieb sowohl mit separatem Regler über den Fahrakku direkt (dann geht der Motorstrom direkt vom Raddozer zum V-Motor) als auch über die Lipos in der Walze und einen dortigen eigenen Regler fahren. Der Motorregler in der Walze hat zunächst mächtig gezickt - ich dachte, dass würde an den ca. 60cm Servo-Kabel liegen.
      Später zeigte sich dann, dass der Lenkservo des Raddozers defekt war und gestört hat.

      Später mehr...

      Jürgen
    • Hendrik schrieb:

      Hey Jürgen,

      schaut doch super aus das ganze!

      Hat sich der neue Regler bewährt in Karlsruhe??
      Naja - die Regler haben zunächst (vor Kalrsruhe) schon Stress gemacht: So alle 4 sec ging der Motor aus.
      Und bei meinen Schaltungsmöglichkeiten habe ich dann promt einen Regler erlegt: Die 14V auf den Signaleingang waren dem Schwächling zu viel!

      Ich habe dann einen Billig-Regler von Conrad eingebaut (der eigentlich auch nur 2 Zellen kann) - mit dem ging es dann prima.

      In Karlsruhe stieg dann nach 5m Fahrtstrecke (!) der Lenkservo aus.
      Mariechen wackelte dann nur noch mit dem knickgelenkten Hinterteil und hatte einen politisch unkorrekten sturen Linksdrall!
      Aber glücklicherweise konnte ich am Stand bei Derkum einen analogen 240er Hitec- Mammut-Servo kaufen, der sich ´Reinfrickeln ließ. Und seit dem ist Ruhe (wenigstens mit dem Hinterteilwackeln)!

      Aber zur Vibration: Bei maximaler Ansteuerung schwingt die Walze so stark, dass sich selbst im Abstand von 50 cm zur Böschung noch kleine Lawinen gelöst haben. Ich konnte auf dem Recycling-Material nur mit Teillast verdichten.

      Viele Grüße

      Jürgen