IFA H6Z

    • Hallo zusammen
      im Regal stand noch immer eine alte Kabine eines IFA Z6, die ich vor langer Zeit mal im Forum gekauft hatte. Da ich nicht wirklich wusste was ich daraus machen will und es nach viel Arbeit aussah, wanderte sie immer weiter nach hinten auf der Baustellenliste. Dann sah ein Freund das Ding und hätte es auch gern mitnehmen können, aber: kannst Du mir daraus… und nun hatte ich wieder ne neue Baustelle.

      Nach einer kleinen Bestandsaufnahme stand fest: ich hatte mich nicht getäuscht – viel Arbeit. Aber in diesem Fall egal. Die Kabine selbst ist aus PS, Balsaholz und ein paar Metallprofilen, der Rahmen ebenfalls aus PS. Die Proportionen sehen eigentlich ganz gut aus, obwohl hier und da etwas ungleichmäßig. Ein „Neufahrzeug“ wäre daraus wohl nicht zu machen, zumindest wäre das nix für mich und einiges müsste komplett neu gemacht werden. Aber für meine Idee war die Grundlage brauchbar.

      Es soll ein alter, vom harten Arbeitsleben gezeichneter, aber immer noch im Einsatz stehender Lkw werden.













      Das Ding sollte eigentlich nur etwas für die Vitrine bzw. als Kulisse für ein Diorama dienen. Doch etwas laufen wäre ja auch nicht schlecht. Also habe ich wieder solide Wedico Technik eingeplant. Das PS-Fahrgestell habe ich aufgegeben und durch einen Metallrahmenprofil ersetzt. Lenkachse und Differential von Wedico.










    • Als Tankwagen gefiel er mir am besten, obwohl der Tankauflieger für eine 3ax Zugmaschine gedacht ist und daher entweder der Lkw oder der Auflieger umgebaut werden müsste. Daher die Entscheidung: es wird ne kleine Zugmaschine!

      Als Antrieb habe ich die 12V Variante von PAWA genommen. Eine neue Aufnahme für die Wedicowelle und gut.

      Die halben Kotflügel von Wedico lagen noch in der Restekiste, aber schön fand ich sie nicht, also weg damit und austauschen. Bei den 1/87 Modellen hat der Z6 eckige Kotflügel, auf den Vorbildfotos die ich gefunden habe, meistens runde Kotflügel. Also habe ich mich für runde Kotflügel von GerdModellbau entschieden.
      Die Anbauteile fanden sich noch in der Restekiste. Ein kleiner Tank aus Resin und eine schwarze Kiste von Conrad. Da kam dann ein Unterlegkeil und 2 Luftkessel dran – fertig.



      Als Stoßstange habe ich eine alte Wedico Stoßstange genommen. Da das Modell keine Beleuchtung bekommen soll, muss ich mal sehen wie sich das optisch macht. Zugmaul ist ebenfalls von Wedico
      Damit war das Fahrwerk schon weitgehend fertig. Also ab zum Lackierer













    • Die Kabine machte mehr Ärger. Eine Regenrinne hatte sich gelöst und die Türen waren auch noch lose. Kleinkram fehlte komplett. Also erst mal die Regenrinne geklebt und dann Teile suchen. Die Sitze kommen vom Dickie VW Bus, die Scheibenwischer von Wedico, die Scheinwerfer kommen von 2 Indian Motorrädern in 1/12. Besondere Probleme machte die Motorhaube. Sie war eigentlich um ein paar mm zu kurz. Entweder vorne oder hinten. Da das Teil komplett aus Balsa und Spachtelmasse bestand, war ein Neubau zu aufwendig und so habe ich das Problem dadurch gelöst, das ich hinten eine Gummidichtung eingesetzt habe. Ist beim Original auch vorhanden und stört die Optik am Wenigsten.

      Da es ja eine kurze Zugmaschine werden sollte brauchte ich noch eine kurze Pritsche. Die erste Idee war die Veroma-Prtsche, aber die war mir zu flach und die Maße stimmten auch sonst nicht. Also eine neue aus PS.







      Damit stimmten die Gesamtproportionen schon mal ganz gut



      Bevor es mit dem Zusammenbau weitergehen konnte, nun erst mal etwas Farbe. Alt, abgenutzt und dreckig war das Ziel, also keine Neulackierung!
    • Platz ist in der kleinsten Hütte. In dieser eher nicht. Da das Teil als Fotomodell arbeiten soll, konnte ich nix in die Kabine packen und unter der Haube sollte es auch nicht nach Modellauto aussehen, sondern nach altem, dreckigen Motor. Ein Motor musste her. Vom Maßstab her zu klein, aber ich hatte noch ein MAN Motor als Werbemodell. Komplett aus Metall und ohne weitere Details, aber als Basis ok.



      Die Elektrik sollte von Anfang an auf die Pritsche und da unter einen Zwischenboden. Regler und Empfänger kamen in den Tank bzw. in die Seitenkiste. Der Akku sollte leicht zu tauschen bzw. entnehmen sein und kam in eine Kiste auf der Ladefläche. Einfach mit 1mm Buchsen zum Anstecken.



      Nun konnte ich den Motor am Rahmen festschrauben. Niedlich und verdammt leer





      Also wieder mal die Kleinkramkisten durchwühlt und einiges gefunden. Wenn ich unter eine Motorhaube schaue, dann sieht das für mich voll, kompliziert und meist dreckig aus. Das war der Anspruch an dieses Modell. Und so habe ich munter drauf los gebaut.

























    • Ich denke es ist ein „schönes“ Modell geworden und ich hab ne Menge Spaß gehabt. Auch wenn es nicht in Schlumpffarbe lackiert ist. :spam Ich muss allerdings zugeben, dass ich auch diese Idee angedacht hatte…

      Weitere Bilder wird es irgendwann im „Diaorama XXL-Bericht“ geben. Das Modell wird jetzt erst mal ausgeliefert, :sauer wird aber sicher wieder zu Besuch in den Hafen zurückkommen… ob es gefällt muss sich zeigen. !scwiz Um nix zu verraten musste ich den ganzen Bericht in einem Stück schreiben…

      Als Anhänger bekommt das kleine Ding… aber das wird eine ganz andere Geschichte.

      Gruß
      Peter